Kupferpreisrisiko senken: Wie HISkon+ ALU die DC-Verkabelung kalkulierbar und kosteneffizienter macht
Wer große Solarprojekte plant, weiß: Die DC-Verkabelung entscheidet maßgeblich über Projektkosten, Bauzeit und langfristige Anlagenqualität. Mit HISkon+ hat HIS Technology ein vorkonfektioniertes Plug-and-Play-Kabelbaumsystem entwickelt, das genau hier ansetzt. Ein Kostenfaktor bleibt dabei aber bestehen: Kupfer. Das gilt für konventionelle Kabel ebenso wie für vorkonfektionierte Systeme. Die Antwort von HIS Technology darauf lautet HISkon+ ALU, eine hybride Gleichstromarchitektur für große PV-Anlagen. Sie kombiniert Kupfer- und Aluminiumkabel über eine zertifizierte Kupfer-Aluminium-Übergangstechnologie und senkt die Kosten der Gleichstromverkabelung um bis zu 35 %. EPCs erhalten so kalkulierbarere Angebote, Investoren eine verlässlichere Kalkulationsgrundlage.
Kupfer als Kalkulationsrisiko
Kupfer ist ein globaler Rohstoff - und einer der volatilsten. Die Nachfrage aus der Elektromobilität, geopolitische Lieferkettenstörungen und Spekulationsbewegungen treiben den Preis in Richtungen, die kein EPC und kein Investor kontrollieren kann. Allein zwischen April und Oktober 2026 stieg der Preis an der London Metal Exchange von rund 12.150 auf rund 14.750 USD pro Tonne (Westmetall, LME-Kupferpreise).
Für große PV-Projekte ist das ein strukturelles Problem. DC-Verkabelung macht bei Utility-Scale-Anlagen einen erheblichen Anteil der Materialkosten aus. Wer auf Basis eines Kupferpreises kalkuliert und Monate später einkauft, trägt dieses Risiko direkt in die Projektkalkulation – und damit in die Rendite.
Die Lösung: HISkon+ ALU als Hybridarchitektur
HISkon+ ALU begegnet diesem Problem mit einer neuen Verkabelungsarchitektur, die Aluminium gezielt einsetzt.
Kupfer und Aluminium unterscheiden sich in Gewicht, Leitfähigkeit, Kosten und Verarbeitung. Aluminium ist leichter und strukturell günstiger, benötigt für vergleichbare Stromtragfähigkeit aber einen größeren Querschnitt und besondere Anschlusstechnik. Welches Material das richtige ist, hängt deshalb von Strang, Leitungslänge und Projektbudget ab.
Das System kombiniert bewährte Kupfer-Stringkabel mit einer Aluminium-DC-Sammelleitung, verbunden durch eine zertifizierte Cu-Al-Übergangstechnologie, die werkseitig unter kontrollierten Bedingungen gecrimpt und geprüft wird.

So entsteht ein Gesamtsystem, das auf EN 50618 und IEC 62930 ausgelegt ist, Systemspannungen bis 1.500 V DC sowie Betriebstemperaturen von –40 bis +85 °C abdeckt und eine erwartete Lebensdauer von 25 Jahren hat.
Wie alle HISkon+-Produkte wird auch HISkon+ ALU werkseitig auf exakte Länge konfektioniert, geprüft und mit Steckverbindern versehen. Die Kabel sind einbaufertig, projektspezifisch beschriftet und kompatibel mit Trina TS4, Amphenol H4 und Stäubli MC4-Evo 2. Sie werden baufortschrittsbezogen geliefert. Dadurch entfallen Kürzen, Konfektionieren und Crimpen auf der Baustelle weitgehend.
Kostenhebel und Einsparpotenziale von HISkon+ ALU
Durch den Einsatz von Aluminium wird der Kupferanteil bei HISkon+ ALU auf ein Minimum reduziert. Dadurch sind Projekte weniger abhängig von Rohstoffpreisen, und die Kosten für Solarkabel und Steckverbinder sinken gegenüber traditioneller Verkabelung um ca. 20 bis 25 %.
Zusätzlich spart die Vorkonfektionierung die Kosten ein, die bei der Installation vor Ort sonst anfallen. Dieser Effekt von rund 35 % entsteht wie bei HISkon+ durch die werkseitige Fertigung und die baufortschrittsbezogene Lieferung. Die Arbeit auf der Baustelle entfällt damit weitgehend.
Die Vorkonfektionierung beugt außerdem versteckten Kosten vor, die bei klassischer Verkabelung durch Crimpfehler, Zeitverzug und ineffizienten Personaleinsatz entstehen können. In der Summe ergibt sich für das Gesamtprojekt gegenüber traditioneller Verkabelung eine Kostenersparnis von bis zu 35 %.


Bei schwimmenden PV-Anlagen kommt ein weiterer Vorteil zum Tragen: das Gewicht. Aluminium ist deutlich leichter als Kupfer. Bei Projekten mit Kabelmengen im Kilometerbereich wirkt sich die Gewichtsreduktion der Sammelleitung direkt auf die Dimensionierung der schwimmenden Strukturen aus.
HISkon+ ALU eignet sich damit für Floating-PV-Anwendungen. Die Komponenten sind für die Wasserumgebung ausgelegt: IP68-Schutzklasse, UV-Beständigkeit, Wasserdichtigkeit und eine Prüfung nach TÜV 2 PfG 2750, dem Prüfstandard für Floating-PV-Anwendungen.
Ein Referenzprojekt zeigt, wie das in der Praxis aussieht. Am Philippsee in Bad Schönborn hat O&L Nexentury zusammen mit dem Kieswerk Philipp & Co KG eine schwimmende PV-Anlage mit 15 MW und rund 27.000 Modulen realisiert. Die Anlage ging 2024 in Betrieb und gilt zum Zeitpunkt der Einweihung nach Betreiberangaben als Deutschlands größte ihrer Art. HIS lieferte die vorkonfektionierten Kabelsysteme und war früh in die Planung eingebunden, um die Installation auf dem Wasser zu beschleunigen. Ein begleitendes Umweltmonitoring zeigt zudem, dass auf der Wasserfläche ein neues Habitat entsteht.
HIS Technology als Engineering-Partner für die gesamte DC-Seite
Von der CAD-Planung über die Materialauswahl und die projektspezifische Konfektionierung bis zur einbaufertigen, baufortschrittsbezogenen Lieferung stimmen wir jede Komponente auf das Gesamtsystem ab. EPCs erhalten damit einen durchgehenden Ansprechpartner für die DC-Seite, weniger Koordinationsaufwand und mehr Projektsicherheit. Investoren bekommen eine Kostenbasis aus einer Hand, die sich von der Planung bis zur Lieferung nachvollziehbar kalkulieren lässt.
Die richtige Variante für jedes Projekt
Doch nicht für jedes Projekt ist Aluminium die richtige Wahl. Der Kostenvorteil entfaltet sich bei großen Kabelmengen und langen Sammelleitungen, typischerweise bei Utility-Scale- und Floating-PV-Projekten. Bei mittelgroßen Freiflächenanlagen mit überschaubarer Kabelmenge oder bei Aufdachanlagen und kleineren C&I-Projekten mit kurzen Strangwegen rechnet sich der Aufwand für die Cu-Al-Übergänge häufig nicht. Dort ist HISkon+ in der Kupfer-Variante die passende Lösung. Sie bringt die Vorteile der Vorkonfektionierung bei Installationszeit und Crimpqualität mit, ohne Aluminiumanteil.
Welche Variante für ein konkretes Projekt passt, hängt unter anderem von Kabelmenge, Leitungslängen, Standort und Materialpreisen ab. Diese Faktoren bewerten wir in einer individuellen Projektberatung gemeinsam mit Ihrem Planungsteam. Auf Basis des konkreten Kabelplans entsteht eine Analyse, die die Varianten gegenüberstellt und alle Annahmen offenlegt. So können Sie die Entscheidung auf Ihre eigenen Zahlen stützen.
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